Geschichte
Ausgangspunkt der ersten Besiedlung war der Nordosten Venezuelas. Die friedliebenden Arawaks eroberten von hier aus die neue Welt, die Inseln über dem Wind. Vermutlich um das Jahr 200.nChr. erreichten Sie IOUANALAO, das Land, wo der Leguan lebt: St. Lucia. Sie machten die Insel urbar und entwickelten eine blühende Kultur. Doch um 800 n.Chr. brach ihre Welt zusammen. Kriegerische Kariben drängten mit Macht aus dem Gebiet des heutigen Surinams auf die Insel. Diesem Ansturm konnten die Arawaks nicht widerstehen.Ob es nun Juan de la Costa war, der als ersten Europäer St. Lucia entdeckte, oder aber Columbus auf seiner vierten Reise- den St. Lucianern ist es egal. Für sie geht der Name der Insel auf französische Seeleute zurück, die 1502 hier Schiffbruch erlitten – am 13.Dezember, dem Gedenktag der Sainte Alousie, der Heiligen Lucia von Syrakus und heutigen Nationalfeiertag von St. Lucia.
Der erste hier sesshafte Europäer war ausgerechnet auch der erste urkundlich erwähnte Pirat mit Holzbein, Francois Le Clerc .Ausgestattet mit einem Kaperbrief des französischen Königs Heinrich II. überfiel er von St. Lucia aus spanische Handelsschiffe und die Häfen auf Puerto Rico und Hispaniola.
Um 1600 errichteten die Holländer einen festen Stützpunkt in Vieux Fort . Recht glücklich wurden sie dort allerdings nicht, ebenso wenig die ersten englischen Siedler, die 1605 auf St. Lucia landeten. Denn die Kariben leisteten erbitterten Widerstand.
Zwischen 1660 und 1814 hatte St. Lucia eine bewegte Vergangenheit, wechselten sich doch in dieser Zeit gut zwanzigmal Franzosen und Briten ab Herrscher ab. 1814 fiel die Insel endgültig an die britische Krone, 1842 wurde Englisch zur offiziellen Amtssprache erklärt. Was aber niemenden bis heute daran hindert, im Alltag „Patois“ zu sprechen, eine auf dem französischen basierende Kreolsprache.
Am 22. Februar 1979 erklärte St. Lucia seine Unabhängigkeit, Doch nach wie vor gehört sie zum Commenwealth, ihr offizielles Staatsoberhaupt ist weiterhin Her Majesty, The Queen.
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